Nachhaltigkeit und Tiere
Zusammenfassung
Tier-Mensch-Verhältnisse spielen eine zentrale Rolle für Fragen der Nachhaltigkeit, da sie sozial-ökologische Krisen wesentlich mitverursachen und zugleich durch diese Krisen beeinflusst werden. Soziologische Forschung zu diesem Thema untersucht insbesondere, wie Tier-Mensch-Verhältnisse und deren Bedeutung für sozialökologische Krisen gesellschaftlich ausgehandelt werden, analysiert aber auch die Rolle von Tieren als Akteur*innen und Betroffene sozial-ökologischer Krisen. [1]
Einleitung
In den öffentlichen und soziologischen Debatten zu ökologischer Nachhaltigkeit und sozial-ökologischer Transformation nimmt die Bedeutung von Tier-Mensch-Verhältnissen bisher eine vergleichsweise untergeordnete Rolle ein (Sebastian 2024). Trotz ihrer Bedeutung für das Wechselspiel von Umwelt und Gesellschaft werden Tiere in der soziologischen Forschung häufig kollektiv unter „Umwelt“ oder „Natur“ subsummiert und ihre Anteile an sozial-ökologischen Transformationen nur unzureichend analysiert. Auch werden unterschiedliche Tierkategorien (z.B. sog. Nutztiere, Haustiere, Wildtiere) und ihre jeweilige umweltsoziologische Bedeutung selten systematisch differenziert.
Zwar wird Fleischkonsum mittlerweile als wesentlicher Einflussfaktor für den Klimawandel anerkannt (Willet et al. 2019), aber insbesondere die landwirtschaftliche Tierhaltung wird trotz ihrer Relevanz für die ökologische Nachhaltigkeit im öffentlichen und politischen Diskurs wenig problematisiert (z.B. Kristiansen et al. 2021). Entsprechend sind auch gesellschaftliche und politische Transformationsbemühungen in diesem Bereich im Vergleich zu Feldern wie Energieproduktion oder Mobilität weniger entwickelt.
Aus nachhaltigkeitssoziologischer Sicht lassen sich mindestens zwei übergeordnete Forschungsperspektiven auf den Zusammenhang von Tieren und Nachhaltigkeit unterscheiden: Erstens die gesellschaftliche Aushandlung sozial-ökologischer Transformationen der Tier-Mensch-Verhältnisse, und zweitens die Bedeutung von Tieren als Akteur*innen und Betroffene in sozial-ökologischen Krisen. Weitere soziologische Forschungsperspektiven auf die gesellschaftliche Bedeutung von Tier-Mensch-Beziehungen, die Bedeutung von Tier-Mensch-Differenzierungen für die soziologische Theorie sowie auf methodologische Konsequenzen der Integration von Tieren als soziale Akteur*innen in die empirische Forschung werden im Folgenden ausgeklammert.
Der geringen Beachtung von Tier-Mensch-Beziehungen in der Umweltsoziologie und im öffentlichen Nachhaltigkeitsdiskurs steht ein stetig wachsender Korpus wissenschaftlicher Studien über die sozial-ökologische Relevanz von Tier-Mensch-Verhältnissen gegenüber. Dies betrifft insbesondere die (intensive) landwirtschaftliche Nutzung von Tieren. Diese ist für rund 15-20% der globalen Treibhausgasemissionen (Xu et al. 2021) und etwa 80% der globalen Agrarlandnutzung verantwortlich (Ritchie/Roser 2024). Die Umwandlung von Wäldern, Mooren, Auen und anderen Ökosystemen in Agrarflächen für die Gewinnung von Futtermitteln und Weideflächen gehört zu den wichtigsten Faktoren, die den rapiden Verlust globaler Biodiversität verursachen. Landwirtschaftliche Tierhaltung ist ferner (mit-)verantwortlich für die weltweite Stickstoffüberlastung von Ökosystemen, die Übernutzung von Frischwasserressourcen und die Gefahr von Zoonosen (als Überblick etwa Twine 2023 und Sebo 2022). Zwar sind Tiere an all diesen Prozessen aktiv beteiligt, die Ursachen sind jedoch als anthropogen zu bezeichnen, da es sich um Resultate des gesellschaftlich organisierten Umgangs mit domestizierten Tieren handelt.
Gegenwärtige Tier-Mensch-Verhältnisse und ihre mögliche Transformation sind jedoch auch für die Mitigation sozial-ökologischer Krisen ein wichtiger Faktor. Landnutzungsänderungen etwa in Form von Aufforstung, Wiedervernässung von Mooren, Rückverlegung von Deichen oder gezieltem ‚Rewilding‘ zählen zu den aussichtsreichsten Ansatzpunkten. Zudem können diese Gebiete als Habitate für unterschiedliche wildlebende Tiere fungieren, deren Lebensräume durch den Klimawandel und fortschreitenden Biodiversitätsverlust schrumpfen. Eine solche (Wieder-)Ansiedlung von Tieren gilt als potentieller Faktor der Abmilderung der Folgen des menschengemachten Klimawandels (überblicksweise: Gellert 2023). Zugleich werfen entsprechende Prozesse die Frage auf, welche Tiere wo und nicht zuletzt wie nutzbringend für den Menschen leben dürfen (im Kontext von Konvivialität grundlegend: van Dooren/Rose 2012; kritisch: Pütz/Schlottmann 2021).
Soziologische Perspektiven auf Tiere und Nachhaltigkeit
Die gesellschaftliche Bedeutung von Tier-Mensch-Beziehungen für eine Transformation hin zu größerer Nachhaltigkeit eröffnet zahlreiche soziologisch relevante Forschungsperspektiven. Zwei besonders relevante Zugänge sollen im Folgenden skizziert werden. Der erste zentriert menschliches soziales Handeln, das durch die dominante Form der landwirtschaftlichen Tiernutzung multiple sozial-ökologische Krisen (mit )auslöst; der zweite fokussiert Tiere selbst.
1. Gesellschaftliche Aushandlungen von Tier-Mensch-Beziehungen im Kontext der sozial-ökologischen Transformation
Die unterschiedlichen sozial-ökologischen Krisen stehen nicht unverbunden nebeneinander, sondern bilden einen Problemkomplex, in dem sich destruktive Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Umwelt in immer dramatischerer Weise verschränken. Der Bedeutung von Tier-Mensch-Beziehungen in diesem Kontext wurde (umwelt-)soziologisch bisher kaum Rechnung getragen. Mögliche Hürden, Konflikte und Konsequenzen einer nachhaltigkeitsorientierten Transformation gesellschaftlicher Beziehungen zu Tieren können auf der Makro-, Meso- und Mikroebene beobachtet oder antizipiert werden. Im Folgenden greifen wir einige Aspekte im Kontext der industriellen und landwirtschaftlichen Nutzung von Tieren heraus, da diese für die Entfaltung des Klimawandels und des Biodiversitätsverlusts von herausgehobener Bedeutung sind.
Auf der Makroebene zeigen sich auf globaler Ebene zunächst deutliche Unterschiede hinsichtlich der gesellschaftlichen Ernährungs- und Konsummuster. Wenngleich insbesondere in vielen ökonomisch aufstrebenden Gesellschaften mit dem Aufstieg der Mittelschicht auch der Fleischkonsum steigt, sind ökologischere Ernährungstrends keineswegs nur auf westliche Gesellschaften beschränkt und die internationalen Konsumunterschiede nach wie vor enorm (Nungesser/Winter 2021). Mit Stand 2022 wird in Deutschland pro Kopf beispielsweise zehnmal so viel, in den USA sogar 17-mal so viel Fleisch konsumiert wie in Indien (Our World in Data 2022). Eng hiermit verknüpft lassen sich verschiedene Formen ökologisch-ökonomischer Landnutzungs-
konflikte feststellen. So kann der Zugang zu und die Nutzung von Land und Boden als agrarische Infrastruktur verstanden werden (Sebastian 2025), die heute global wie auch in Deutschland maßgeblich für die Tierproduktion genutzt wird. Insbesondere im Globalen Süden führt die agrarindustrielle Landnutzungsänderung für Futtermittel und Weideland immer wieder zu Konflikten mit lokalen Bevölkerungen (darunter häufig indigene Menschen). Die Kosten der westlichen Agrarökonomie werden zulasten der Betroffenen in den Produktionsländern externalisiert (vgl. Lessenich 2016). Dieser dominante Zugriff auf Land und Boden tritt im Zuge von Nachhaltigkeitspolitiken zunehmend in Konkurrenz mit (stärker) ökologisch motivierten Landnutzungen. So verschränken sich Fragen von Tier-Mensch-Beziehungen mit solchen sozial-ökologischer Transformation, sozialer Gerechtigkeit und (globaler) Landnutzung in hochgradig konfliktueller Weise.
Außerdem stellen sich auf der Makroebene Fragen der regionalen Strukturentwicklung. Speziell in Regionen, in denen der Herstellung und Verarbeitung von Tierprodukten und Futtermitteln besondere Bedeutung zukommen, wird eine mittel- bis langfristige Umstellung auf stärker pflanzenbasierte und/oder ökologischere Agrarproduktion aller Wahrscheinlichkeit nach zu komplexen Transformationsprozessen führen. Diese umfassen etwa lokale Arbeitsmärkte, (agrarische) Infrastrukturen, regionale Kulturen und Lebensformen sowie lokale und überregionale Machtverhältnisse zwischen ökonomischen Akteur*innen, Politik und Zivilgesellschaft. Als Vergleichsprozesse eignen sich hier beispielsweise Strukturtransformationen im Zuge des Kohleausstiegs (Dörre et al. 2022).
Schließlich werden die Transformationen von Tier-Mensch-Beziehungen auf der Makroebene gerahmt von sich wandelnden hegemonialen kulturellen Ideen und Deutungsmustern, in denen etwa traditionelle Perspektiven auf die Legitimität menschlicher Nutzung von Tieren zunehmend von Perspektiven ökologischer Verflechtungen und Co-Abhängigkeiten bis hin zu Theorien der Tierrechte in Frage gestellt werden (Nungesser 2020). Entsprechend sind sowohl gesellschaftliche Normen und Praxen als auch die unterschiedlichen Formen politischer Regulierung von Tier-Mensch-Beziehungen umstritten.
Auf der Mesoebene analysieren soziologische Forschungsperspektiven vor allem die Rolle von Organisationen, sozialen Bewegungen und anderen kollektiven Akteur*innen in der gesellschaftlichen Aushandlung des Tier-Mensch-Verhältnisses vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von Nachhaltigkeit und den sich entfaltenden sozial-ökologischen Krisen. Dabei zeigt sich, dass der Transformationsprozess eine Aushandlung unterschiedlicher, oft auch konfligierender Einstellungen, Interessen und Werte ist, die von einer Vielzahl von Akteur*innen vorangetrieben wird. Beteiligt sind hierbei insbesondere soziale Bewegungen, die sich für Tierschutz, Tierrechte sowie Umwelt-, Arten- und Klimaschutz einsetzen, sowie Akteur*innen der konventionellen oder ökologischen Landwirtschaft (sog. „Bauernproteste“), Interessensverbände und Unternehmen der Landwirtschaft und der Lebensmittelwirtschaft, aber auch Gewerkschaften, Kirchen, Bildungsinstitutionen, politische Parteien sowie nationale und supranationale Behörden (etwa auf EU-Ebene). Durch die Erforschung und Entwicklung von In-vitro-Fleisch sowie Insekten- oder Pflanzenproteinen sind zudem insbesondere Unternehmen und universitäre Forschungseinrichtungen daran beteiligt, technische Infrastrukturen und Methoden für neue Formen potenziell ökologisch nachhaltigerer Lebensmittelproduktion zu entwickeln (Kumar et al. 2021).
Auf der Mikroebene berühren tierbezogene Nachhaltigkeitsaspekte Fragen der Lebensführung und des Konsums. Entsprechend der oben genannten ökologischen Effekte landwirtschaftlicher Tierprodukte haben diese einen im Vergleich zu pflanzlichen Nahrungsmitteln deutlich höheren „CO2-Fußabdruck“. Zusätzlich zu tierethischen und gesundheitlichen Aspekten werden daher zunehmend ökologische Argumente für eine Problematisierung und Politisierung hegemonialer Konsumpraxen herangezogen (Rückert-John/Kröger 2019). Ernährungspraxen wie Vegetarismus und Veganismus sind Ausdruck der politischen Aufladung dieser Thematik. Auch der Flexitarismus, mit dem sich beispielsweise rund 20-40 % der Befragten in Deutschland identifizieren, zeugt von einer gesteigerten Sensibilität gegenüber Fragen der Tierhaltung und des Fleischkonsums. Empirische Studien zeigen regelmäßig deutliche Geschlechter- sowie Schicht- und Milieuunterschiede hinsichtlich unterschiedlicher Ernährungsweisen (Nungesser/Winter 2021). So erscheint insbesondere der Veganismus in konservativen und rechten Milieus nachgerade als „Triggerpunkt“ (Mau et al. 2023), wohingegen junge, gut gebildete Frauen deutlich häufiger vegan leben. Nachhaltigkeitsbezogene Ernährungsweisen können somit auch als sozial strukturierter „Streit um Lebensführung“ (Neckel 2020) interpretiert werden.
2. Tiere als Akteur*innen und Betroffene in sozial-ökologischen Krisen
Die eben skizzierten Perspektiven betrachten menschliches soziales Handeln, das durch die dominante Form der landwirtschaftlichen Tiernutzung multiple sozial-ökologische Krisen (mit) auslöst. Andere Zugriffsweisen fokussieren die Tiere selbst. Diese basieren erstens auf Konzeptionen mehr-als-menschlicher Sozialwissenschaften (Hoppe 2022), die Tiere als eigen- und wirkmächtige soziale Entitäten soziologisch einbeziehen (Ameli 2021). So verändern beispielsweise Renaturierungsprojekte die regionalen Handlungsrahmen verschiedener Tierarten. Entwicklungen wie die Rückkehr von Wölfen in lokale Ökosysteme führen auch zu neuen, ortsspezifischen Tier-Mensch-Interaktionen, die nicht nur soziale und politische, sondern auch ökologische Aushandlungen erforderlich machen (Schröder 2024).
Zweitens betonen entsprechende Perspektiven die Tatsache, dass Tiere selbst negativ von anthropogenen ökologischen Krisen betroffen sind. So sterben im Kontext des sechsten großen Artensterbens zahlreiche Tierarten in rasanter Geschwindigkeit aus, u.a. weil für den enormen globalen Flächenbedarf der industriellen Tierhaltung Habitate unwiderruflich zerstört werden. Zugespitzt formuliert: Tiere ‚konkurrieren‘ durch die industrielle Tierhaltung und Futtermittelproduktion global um Habitate, was zum Aussterben vieler Tierarten führt, die nicht menschlicher Nutzung ausgesetzt sind. Im Zuge von Klimawandel und Biodiversitätsverlust entfalten also nicht nur Tier-Mensch-Konflikte, sondern auch ‚anthropogene Tier-Tier-Konflikte‘ ihre Wirkung, die ihrerseits die Komplexität gesellschaftlicher Naturverhältnisse darlegen. So entfielen beispielsweise rund zwei Drittel der Entwaldung des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes zwischen 2000 und 2013 auf die Weidehaltung zur Fleischproduktion, was zu einem massiven Verlust an Biodiversität in einem der artenreichsten Gebiete der Welt führte (Tyukavina et al. 2017). Tiere sind zudem selbst Betroffene der Folgen des Klimawandels in Form von Extremwetterereignissen oder zunehmendem Hitzestress. Die Sicht auf Tiere als Betroffene sozial-ökologischer Krisen wurde bisher vor allem im Kontext der Katastrophenforschung eruiert (Irvine 2009), bedarf aber einer viel umfassenderen soziologischen Perspektivierung. Auch in der Frage, wie tierliches und menschliches Zusammenleben strukturiert ist und gelingt (Jürgens et al. 2025), eröffnet sich ein zukunftsträchtiges Forschungsfeld.
Fußnoten:
[1] Zwei terminologische Hinweise: 1) Wir verwenden in diesem Text die Formulierungen „Tier-Mensch-Verhältnisse“ und „Tier-Mensch-Beziehungen“ synonym. 2) Wenn wir im Folgenden von „Tieren“ sprechen, sind damit „nicht-menschliche Tiere“ gemeint.
Zum Weiterdenken
Transformationen der Tier-Mensch-Verhältnisse erzeugen zahlreiche gesellschaftliche Konflikte über die Frage, mit welchem Ziel und welchen Mitteln die sozial-ökologische Transformation betrieben werden soll: Was kann und soll als gesellschaftlich tragfähige Alternative etabliert werden? Dies betrifft insbesondere die landwirtschaftliche Tierhaltung. Aber auch Haustierhaltung und ökologische Nachhaltigkeit geraten in Konflikt, etwa, wenn der jagdliche Abschuss von Hauskatzen zugunsten des Schutzes von Wildvögeln erwogen oder die CO2-Bilanz eines Haustierlebens problematisiert wird.
Zukünftige (umwelt-)soziologische Forschung sollte sich vermehrt den hier skizzierten und verwandten Fragen widmen, indem sie diese sozialtheoretisch angemessen rahmt, systematisch empirisch untersucht und geeignete Methoden zur Erforschung von Tier-Mensch-Verhältnissen und des Zusammenlebens von Menschen und Tieren entwickelt. Neben Problemanalysen könnten und sollten hier auch explizit gesellschaftliche Lösungsstrategien entwickelt werden, die die bisher dominanten technischen, ökonomischen und politischen Lösungsstrategien ergänzen. Dabei sollten auch die mannigfaltigen sozialen Transformationskonflikte, etwa zwischen Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit, Biodiversitätserhalt und Ernährungssouveränität, Tierrechten und Tiernutzung, Tierwohl und Lebensmittelkosten, untersucht werden, um die soziale Relevanz und Tragweite der Transformation gesellschaftlicher-ökologischer Beziehungen zu Tieren deutlicher herauszustellen.
Zum Weiterlesen
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Marc Bubeck ist Doktorand an der Juniorprofessur für Medizinische Ethik mit Schwerpunkt auf Digitalisierung der Universität Potsdam.
E-Mail: marc.bubeck@uni-potsdam.de
Markus Kurth ist Promovend am Fachgebiet Mikrosoziologie der Universität Kassel.
E-Mail: m.kurth@uni-kassel.de
Sarah Mönkeberg ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Mikrosoziologie der Universität Kassel.
E-Mail: moenkeberg@uni-kassel.de
Frithjof Nungesser ist Senior Lecturer am Institut für Soziologie der Universität Graz.
E-Mail: frithjof.nungesser@uni-graz.at
Marcel Sebastian ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Umweltsoziologie mit dem Schwerpunkt Transformationsforschung der TU Dortmund.
E-Mail: marcel.sebastian@tu-dortmund.de

